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Israel fordert Daten von Helfern

  Am 1. März wird Israel die Lizenz von 37 internationalen humanitären Organisationen widerrufen, die in Gaza und im Westjordanland arbeiten, wenn sie nicht sensible personenbezogene Daten von palästinensischem Personal und dessen Familien an die Besatzungsmacht weitergeben.  Israel setzt mittlerweile seine Militärschläge in Gaza fort und tötete mehr als 550 Palästinenser in Gaza, seit die Waffenruhe am 10. Oktober letzten Jahres angekündigt wurde, so die UN-Organisationen und die palästinensischen Behörden. Zu den von der neuen Regelung betroffenen Organisationen gehören Ärzte ohne Grenzen, der Norwegische Flüchtlingsrat, Save the Children und andere, die gemeinsam einen erheblichen Teil der Nahrungsmittelhilfe des Gazastreifens bereitstellen und die Mehrheit ihrer verbleibenden medizinischen Einrichtungen unterstützen.

Ärzte ohne Grenzen: Offener Brief an Europas Staats- und Regierungschefs wegen Gaza

" Eine kürzlich von Ärzte ohne Grenzen und unserem epidemiologischen Zweig Epicentre durchgeführte retrospektive Sterblichkeitsstudie ergab, dass seit dem 7. Oktober 2023 fast zwei Prozent unserer Mitarbeiter in Gaza und deren Angehörige gestorben sind. Drei Viertel von ihnen starben an kriegsbedingten Verletzungen. Diese Quote deckt sich mit den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza, das bis zum 4. Juni dieses Jahres von 55.000 Todesopfern im Gazastreifen berichtet. Laut der Ärzte ohne Grenzen-Studie waren 40 Prozent der an Verletzungen Verstorbenen unter zehn Jahre alt. Diese Missachtung zivilen Lebens zeigt, dass sich der von Israel in Gaza geführte Krieg gegen die Palästinenser als Ganzes richtet.-  Am 11. Juni wurden in der von Ärzte ohne Grenzen unterstützten Al-Mawasi-Klinik 32 Menschen getötet, darunter drei Tote bei der Ankunft. Sie waren auf dem Weg zu einer von der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) betriebenen Lebensmittelausgabestelle angeschossen worden."

Kinderlähmung in Gaza: Impfung unter krankmachenden Lebensbedingungen

 Ein detaillierter Bericht von Martina Frei (Infosperber, CH) über die verheerenden Lebensbedingungen in Gaza unter besonderer Berücksichtigung